Montag, 22. Mai 2017

Rezension "Südstadtblüten"



Autorin: Stefanie Mohr
Seitenzahl: 312
Preis Taschenbuch: € 11,90
Preis E-Book: € 7,99


Nürnberg, 35 Grad im Schatten. Eine hochsommerliche Hitzewelle hält die Region gefangen. Alle sehnen sich nach Freibad, Eiscreme und Urlaub. Nichts Böses ahnend, will Sophie Hackenholt ein Paket in der Postfiliale abholen, als eine Explosion schlagartig die Nürnberger Beschaulichkeit zerreißt.
Nur einen Tag später wird ein Buchhalter in der Werderau erstochen aufgefunden. Bei den Recherchen zeichnet sich das Bild eines weltoffenen und aufgeschlossenen Mannes ab, der sich vorbildlich um seine alte Mutter gekümmert, in der Kirchengemeinde engagiert und regelmäßig an eine Dritte-Welt-Organisation gespendet hat. Doch Kommissariatsleiter Frank Hackenholt entdeckt eine dunkle Seite des Opfers. Warum sonst sollte es die Fehltritte seiner Mitmenschen so penibel dokumentiert haben?


Montag
Sophie Hackenholt zog ihrer Tochter Sandalen an und stopfte die Hausschuhe in eine Tragetasche.



Ich hatte mich wieder sehr auf einen neuen Fall von Frank Hackenholt gefreut. Leider konnte ich ihn nicht sofort nachdem ich das Buch gekauft hatte lesen, da ich in der Woche auf Reisen war und nicht zu lesen gekommen bin. Aber ich hatte ihn dabei. Umso größer die Freude als ich endlich beginnen konnte. Zu Beginn bin hab ich erst einmal etwas gestutzt: hat das Buch mehr Seiten als die anderen Bände? War die Schrift schon immer so klein oder liegt’s an meinen Augen?

Ja Südstadtblüten hat die meisten Seiten dieser Reihe (hab extra nachgeschaut) und es muss an meinen Augen liegen, denn die Schriftgröße ist identisch mit dem letzten Band.



Nun aber zu meinem Fazit zu diesem Buch. Es hat mich mal wieder nicht enttäuscht. Wie immer ist es sehr gut geschrieben und recherchiert. Zudem unternimmt man wieder eine Reise durch Nürnberg. Die Orte im Nürnberger Norden und in der Altstadt bringen mich immer zum Schmunzeln, den dort bin ich aufgewachsen. Wenn dann im Buch am Postamt, an dem man jahrelang seine Briefmarken geholt hat, eine Bombe hochgeht ist das wirklich Kopfkino hoch zehn.

Die Protagonisten sind wie immer sehr gut ausgearbeitet und man geht mit ihnen wieder ein Stück weiter ihres Lebensweges. Allerdings hat mir diesmal Saskia Baumann, die einzige die wirklich „nämbergerisch“ spricht, doch sehr gefehlt. Ich hab mich so gefreut als endlich die ersten Dialektstellen kamen.  



Der Fall in diesem Teil ist sehr vielschichtig, soll heißen die Ermittler wissen nicht so recht was mit wem zusammenhängt, was es sehr interessant macht. Hier ein Toter, da eine Bombe. Zudem scheint das Todesopfer noch in eine andere Sache verwickelt zu sein. Wer hat ihn denn nun ermordet? Es kommen immer mehr Möglichkeiten in Betracht. Und hat die Explosion an der Postfiliale etwas damit zu tun? Fragen über Fragen, die sich Frank Hackenholt stellen und auch beantworten muss. Zu welchem Ergebnis er kommt, müsst ihr selber herausfinden.



Auch auf der „privaten“ Ebene der Protagonisten tut sich wieder etwas. Ein Beziehungsdrama?

Ich fand es sehr amüsant, da mir früh klar war was da läuft, nur Frank Hackenholt nicht. Aber lest selbst was sich da abspielt.



Im mittleren Teil hatte ich kurze Zeit einen Durchhänger, da sich das Buch hier meiner Meinung nach etwas zieht. Es ließ sich aber gut darüber hinweglesen.



Ich freu mich schon jetzt auf den 11.Fall aus dieser Reihe. Schaut Euch auch mal die anderen Bände an. Oder die Frauenromane der Autorin. Hier geht es zu meiner Rezension von „Woher nehmen, wenn nicht stehlen“.






Ich hoffe meine Rezension hat Euch gefallen. Habt ihr auch schon ein Buch von Stefanie Mohr gelesen, dann schreibt mir doch Eure Meinung unten in die Kommentare.

Kennt ihr noch gute regionale Bücher? Egal ob Krimi oder Roman. Schreibt mir gerne welche Ihr mir empfehlen könnt.

Bis bald Eure

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